06. April >> 20. Mai 2022

Wo kommen wir her – wo gehen wir hin

Caroline Monnet

Video Installation

Eröffnung am Mittwoch den 06.04. 2020 19.00 Uhr

Grußwort: Frau Elisa Valentin,
Generaldelegierte von Québec für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Vertretung der Regierung von Québec (München/Berlin)

Caroline Monnet ist eine franko-kanadische Regisseurin und Bildhauerin. Sie gehört der First Nation der Algonkin an und vertrat ihr Land auf der Berlinale und bei den Festspielen in Cannes.
Caroline Monnet, die auch den diesjährigen FOKUS QUÉBEC kuratiert, ist nicht nur eine außergewöhnlich erfolgreiche Filmemacherin, sie ist auch eine der derzeit angesagtesten Künstler:innen Kanadas. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind, neben der eigenen Identität im Spannungsfeld indigener und europäischer Wurzeln, die (post-) kolonialen Dynamiken zwischen Nordamerika und Europa sowie die Repräsentation von First Nation- Gemeinschaften und das Überleben ihrer Kulturen in der heutigen Gesellschaft. Gezeigt wird eine Auswahl aktueller Videoinstallationen. Caroline Monnet wird für die Ausstellung und das Filmfestival nach Dresden kommen.

Dauer der Ausstellung: bis 20. Mai 2022

Präsentiert vom Kunsthaus Raskolnikow / Galerie e.V. in Kooperation mit dem 34. FILMFEST DRESDEN und mit freundlicher Unterstützung der Vertretung der Regierung von Québec in Berlin.

„FOKUS QUÉBEC“ Im Rahmen des 34. FILMFEST DRESDEN:
am 6. April 2022, 20.00 Uhr / Thalia
am 8. April 2022, 21.45 Uhr / Schauburg

Karte:

Förderer der Ausstellung

12. Februar >> 23. April 2022

„From Above“
Überlebende der Bombenkriege
des 2. Weltkrieges

Ausstellung mit Fotografien von Paule Saviano /USA

Ort der Ausstellung: Vitrine 4, Gewandhausstraße, 01067 Dresden
Zeit: vom 12.02. bis 23.04.2022

aller 14-Tage; Wechsel der Fotografien
12.02., 26.02., 12.03., 26.03., 09.04. , 23.04.,
Beginn jeweils 11 Uhr

Veranstalter der Ausstellung:
Kunsthaus Raskolnikow e. V. Galerie, Böhmische Str. 34, 01099 Dresden
www.galerie-raskolnikow.de, galerie@raskolnikow.de
Iduna Böhning-Riedel

Kooperation:
Forum für Zeitgenössische Fotografie Dresden e.V.
Günter Starke, starkefotos@gmx.net, Jürgen Schmidt, jhschmidt@web.de

Seit 2008 sucht der New Yorker Fotograf Paule Saviano Menschen, die die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs überlebt haben. In diesem Projekt, dem er den Titel „From Above“ gab, sind mittlerweile Porträts u.a. aus Coventry, Tokio, Wielun, Rotterdam sowie aus Hiroshima und Nagasaki entstanden.
Im Februar 2010 begann Saviano Kontakt zu Überlebenden der Brandbombenangriffe auf Dresden zu suchen. Sein Brief erreichte die Zeitzeugin Nora Lang, die zu diesem Zeitpunkt mit zahlreichen Überlebenden der alliierten Luftangriffe auf Dresden in Verbindung stand.

Im Mai 2010 besuchte er dann unsere Stadt. Bei dieser Reise hat Saviano zunächst 11 Porträts dieser Menschen aufnehmen können und ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Bereits im Februar 2011 kehrte er nach Dresden zurück, um diese Fotos in einer kleinen Veranstaltung mit den Überlebenden zu präsentieren und fotografierte weitere 9 Zeitzeugen aus Dresden und 2 aus Wielun (Polen). Seitdem besuchte er unsere Stadt immer wieder, weitere Porträts kamen hinzu.

Die Porträtfotografie des New Yorkers konzentriert sich auf Menschen, deren Leben durch ein Ereignis oder einen Umstand geprägt wurden. Wie sie ihr Leben danach gelebt haben, ist sein primäres Interesse. Denn die Geschichte des Krieges wird oft mit Statistiken und Fotos der Zerstörungen präsentiert – für Paule Saviano fehlt dabei der menschliche Aspekt. Er möchte denen, die unter den Trümmern lagen und von den Feuerstürmen verfolgt wurden, ein Gesicht geben. Die emotionalen Narben des Krieges verschwinden nicht – auch wenn der Krieg zu Ende ist. Sie sind dauerhaft.
Mit Nora Lang steht Saviano bis heute in Verbindung.

Die Schauvitrinen in der Gewandhausstraße sind aus den 1950er Jahren und wurden als Ort der Ausstellung gewählt, um die Fotografien in das Zentrum der damaligen Zerstörungen zu stellen.

Gefördert durch: LH Dresden, Stadtbezirksamt Altstadt

Vita:
Paule Saviano wurde am 15. Juni 1974 in Brooklyn, NY, geboren. Er studierte Visuelle Medien und Politikwissenschaft an der American University (1992-1996) in Washington, DC.
Seitdem wurde er in Magazinen rund um den Globus veröffentlicht und nahm verschiedenste Fotoaufträge an, von Mode bis Landschaft, bis er sich fest in der Porträtfotografie etablierte. Paule Saviano hatte Einzelausstellungen in bedeutenden Galerien in Tokio, New York, Helsinki, Shanghai, London, Nagasaki und Italien.

Im Jahr 2011 wurde „From Above“ als Fotobuch in drei Sprachen veröffentlicht: Englisch, Japanisch und Deutsch. Das Buch war international ausverkauft und erregte in Nordamerika, Japan, Europa und Australien Medienaufmerksamkeit. Das Projekt wurde weltweit in zahlreichen TV-, Zeitungs- und Radioberichten vorgestellt.
Das Projekt ist außerdem dauerhaft in der Nagasaki Peace Memorial Hall for Atomic Bomb Victims im Nagasaki Atomic Bomb Museum ausgestellt. Darüber hinaus wurde die Serie in zahlreichen internationalen Museen und Ausstellungsräumen, unter anderem bei den Vereinten Nationen in New York und im Kunstmuseum der Präfektur Nagasaki gezeigt.
Text: Jürgen Schmidt

Karte mit Porträts von Überlebenden

Foto: ©Paule Saviano

Förderer der Ausstellung

Logo Amt für Kultur und Denkmalschutz

Unterstützt durch: Stadtbezirksamt Altstadt

Kunsthaus Raskolnikow – Eine Chronik. 25+5

Diese Chronik vermittelt an ausgewählten Beispielen die Entwicklung des Kunstvereins „Kunsthaus Raskolnikow“ in Dresden seit der Gründung bis heute.

Ein Abriss der letzten 25+5 Jahre zeigt die Vielfalt und Reichweite der Einzelprojekte in Form von Ausstellungen, Installationen, Medienaufführungen und projektgebundener Veranstaltungen.

 

Herausgeber: Kunsthaus Raskolnikow e.V. 
Erschienen bei: KUNSTBLATT-Verlag Dresden

Seiten: 200 Seiten mit 302 meist farbigen Abbildungen
Format: 27 x 25 cm, Festeinband, Fadenheftung 

ISBN 978-3-938706-44-2
Buchpreis: 23,95 € (D) | 24,70 € (A) | 42,20 sFr (CH) 
Erscheinungstermin: 1. Februar 2022
Bestellungen über den Verein möglich 

Eröffnung am 8.10.2021 um 19:30

die Chronik der Galerie Kunsthaus Raskolnikow

Titelfoto: Kunsthaus Raskolnikow, Foto © Günter Starke

24. Februar >> 25. März 2022

WAT ONS BETREFT – WAS UNS BETRIFFT

Ausstellung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Künstleraustauschprogramms zwischen den Partnerstädten Rotterdam und Dresden

Mit Werken von:
Oana Clitan (NL), Susanne Keichel (DE),
Andreas Kempe (DE), Patricia Westerholz (DE)

Im Jahr 2021 feierte das Künstleraustauschprogramm zwischen den Partnerstädten Rotterdam und Dresden sein 10-jähriges Bestehen. Seit 2011 besuchten zehn Dresdner Künstler*innen die niederländische Partnerstadt Rotterdam und zehn Rotterdamer Künstler*innen kamen nach Dresden, um in der jeweils anderen Stadt für zwei Monate zu arbeiten und zu leben. Viele verschiedene künstlerische Arbeiten sind dabei entstanden. So verschieden wie Menschen und Künstler*innen nur sein können, so verschieden waren und sind auch die verhandelten Themen, Formate und Medien.

Mit WAT ONS BETREFT – WAS UNS BETRIFFT soll nun dieses 10-jährige Jubiläum gebührend gefeiert werden. In einer Doppelausstellung werden ab Ende Februar ausgewählte Arbeiten von zehn Künstler*innen aus dem Programm gezeigt. Die Galerie Raskolnikow präsentiert Arbeiten zu Themen wie Natur, Restnatur und Garten. Der zweite Teil der Gruppenausstellung, welcher am 25. Februar 2022 in der Galerie Ursula Walter eröffnet wird, beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Muster, Ornament und Wiederholung.

Das Ausstellungsprojekt WAT ONS BETREFT – WAS UNS BETRIFFT wird gefördert durch das Goethe-Institut Niederlande dem CBK Centrum Beeldende Kunst Rotterdam sowie dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

Eröffnung im Kunsthaus Raskolnikow: 24.2.2022, 19.00 Uhr

Flyer zur Ausstellung; Antje Seeger und Henning Rosenbrock

8. Oktober >> 11. Dezember 2021

Lost

Matthias Kistmacher
Ruben Müller

Malerei, Zeichnungen

„In meinen Bildern finden Szenen statt, die wie eine minimale Verschiebung der Realität wirken. Die Welt und ihre Protagonisten treten ins irreale.“

Ruben Müller

 

„…Der urbane Raum stellt eher eine künstlich geschaffene Welt dar, die ebenfalls viele bearbeitungswürdige Phänomene mit sich bringt. In der Malerei inspiriert mich immer ein souveräner Umgang mit dem Medium.“

Matthias Kistmacher

Eröffnung am 8.10.2021 um 19:30

Ausstellung „Lost“, Matthias Kistmacher, Ruben Müller

non konform

Klaus Hähner-Springmühl
Erich Wolfgang Hartzsch

Fotoübermalungen, Collagen, Fotografie, experimentelle Filme

Non konforme Kunst
In den 1970er Jahren entwickelte sich, abseits der Kunstzentren Berlin, Dresden, Leipzig mit Ihren Kunsthochschulen, in Karl-Marx-Stadt eine unabhängige nonkonforme Künstlerszene. Es entstand eine der wichtigsten Künstlergruppen der DDR, die CLARA MOSCH. In dieser Zeit wurde Gunar Barthel Leiter der Galerie Oben und machte sie zum Zentrum der nonkonformen Kunst in der DDR. Nach der Ausbürgerung von Gunar Barthel 1987, leitete Tobias Tetzner die Galerie Oben in der Transformationszeit 1989–2005. Gunar Barthel gründete 1989 in Westberlin seine eigene Galerie und heißt seit dem Jahr 2000 Galerie Barthel + Tetzner GmbH. Dort befindet sich das Archiv- und Dokumentationszentrum zur nonkonformen Kunst in der DDR.

Exklusiv für die Galerie Raskolnikow in der Dresdner Neustadt, welche von der Boheme der dortigen Kunstszene gegründet wurde, bereiten wir eine Ausstellung vor, die diese einzigartige Entwicklung der Kunstszene in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz beleuchtet. In dieser Ausstellung sollen Arbeiten von zwei Künstler gezeigt werden, die eine singuläre Position vertreten und mit radikalen Interventionen einen großen Einfluss auf die jüngere Generation von Künstlern weit über die Grenzen der Stadt hinaus hatten. Von Klaus Hähner-Springmühl und Erich Wolfgang Hartzsch werden wir Werke aus der DDR-Zeit und der Transformationszeit bis ca. 1996 zeigen, darunter u.a. Fotoübermalungen, Collagen, Fotografie, Zeichnungen, Videoaufzeichnungen, experimentelle Filme, dokumentarisches Material der zum Teil gemeinsam gezeigten Performances. Diese Ausstellung soll anschaulich machen, welche großartige Kreativität, innere Freiheit und Zügellosigkeit diese Künstlerexistenzen in einer Diktatur freisetzen kann und auch an einigen wenigen Orten, wie z.B. der Galerie Oben möglich war.

Gunar Barthel + Tobias Tetzner, März 2021

Ausstellungsprogramm

16.7.2021 / 20:30
VERNISSAGE

Kuratoren- Künstler Gespräch mit Erich Wolfgang Hartzsch, Gunar Barthel + Tobias Tetzner und dem Filmhistoriker Dr. Claus Löser

16.7.2021 / 21:30
FILM OPEN AIR AN DER HAUSFASSADE (im Rahmen des 33. FILMFEST DRESDEN)

Der 1989 entstandene Super-8-Film „Menschen dieser Stadt“ legt auch Zeugnis davon ab. Er ist gleichzeitig ein spätes DDR-Zeitbild und das Dokument einer überaus produktiven Arbeitskonstellation.

Zur Eröffnung werden weitere Schmalfilme von E. Wolfgang Hartzsch gezeigt. Diese gewähren Einblicke in seine schöpferischen Methoden und liefern Bezüge zu den in der Galerie ausgestellten Werken. Die Vorführung wird gerahmt von einem Gespräch zwischen dem Künstler/ Kuratoren und dem Filmhistoriker Dr. Claus Löser.

Non Konforme Kunst der DDR
Fleisch-Rosa, 1988 Fotografie, Tusche auf Karton, 53,0 x 43,0 cm Foto: Archiv Galerie Barthel + Tetzner GmbH

Partner der Ausstellung

Die Ausstellung wird präsentiert vom Kunsthaus Raskolnikow/Galerie e. V. im Rahmen des 33. FILMFEST Dresden und in Kooperation mit der Galerie Barthel + Tetzner Berlin und dem Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Logo Filmfest Dresden

Förderer der Ausstellung

Das Ausstellungsprojekt nun konform wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. 

Unterstützung durch die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED Diktatur. Unterstützung durch den Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Logo Sächsischer Landtag
Logo SKD

Der Kunsthaus Raskolnikow e. V. wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Logo Amt für Kultur und Denkmalschutz

Ästhetik der Überwachung

Valentyn Odnoviun
Wolfram Kastl

Die Galerie Kunsthaus Raskolnikow und die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden präsentierten vom 20.4. bis 25.6.2021 die Ausstellung „Ästhetik der Überwachung: Artefakte der politischen Kontrolle im fotografischen Bild“ mit Fotografien von Valentyn Odnoviun und Wolfram Kastl.

Beide Künstler untersuchen in ihrer Arbeit mit den Mitteln der Fotografie die politische Unterdrückung in den Ländern des ehemaligen Ostblocks. Zugleich bleiben sie in ihren kreativen Arbeitskonzepten souverän und innovativ. Die nebeneinander präsentierten Serien erzeugen wirkungsvolle Kontraste: Den dunklen, sphärischen und abstrahierten Bildern der Überwachungsapparate in den Gefängnissen (Odnoviun) stehen die hellen, sachlichen Aufnahmen einer Auswahl von Spionageinstrumenten aus dem DDR-Alltag (Kastl) gegenüber. Die Fotoserien zeigen keine explizite Gewalt. Es sind Spuren und Artefakte der Unterdrückung, anhand deren die Künstler ihre Analysen führen. Zwischen den Aufnahmen und der Verwendung der Spionagewerkzeuge liegt eine beträchtliche zeitliche Distanz. Odnoviun und Kastl fotografieren ihre Objekte in den Museen und Gedenkorten. Diese Distanz und die Loslösung vom ursprünglichen Kontext schaffen einen quasi laborähnlichen Rahmen, in dem die Fotografen präzise und zielgerichtet arbeiten. Nichts auf diesen Bildern scheint dem Zufall überlassen zu sein.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreich bebilderter Katalog.

Ausstellungsprogramm

20.4.2021
AUSSTELLUNGSBEGINN
Kunsthaus Raskolnikow / Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

20.5.2021, 17:00
KURATOREN-FÜHRUNG 
Kunsthaus Raskolnikow / Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden (Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung
möglich: galerie@raskolnikow.de)

10.6.2021, 17:00
KURATOREN-FÜHRUNG 
Kunsthaus Raskolnikow / Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden (Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung
möglich: galerie@raskolnikow.de)

25.6.2021, 19:30
FINISSAGE 
Kunsthaus Raskolnikow (Finissagen mit Anwesenheit der Künstler)

26.6.2021, 11:00
FINISSAGE 
Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden (Finissagen mit Anwesenheit der Künstler)

Künstler

VALENTYN ODNOVIUN (Vilnius) / Fotoserie „Surveillance“ („Überwachung“) / (geb. 1987 in der Ukraine) ist Absolvent der Kunstakademie Vilnius, Fakultät für Fotografie und Medienkunst (MA) sowie Theorie und Geschichte der Künste (MA). Er studierte an den Kunstakademien in Polen und Deutschland. Derzeit schreibt er seine Doktorarbeit über Theorie und Geschichte der Künste am litauischen Kulturforschungsinstitut. Er wurde auf Festivals in der ganzen Welt ausgezeichnet, darunter in Neuseeland, den USA und vielen anderen Ländern Europas. Odnoviun lebt und arbeitet in Litauen.

WOLFRAM KASTL (Berlin) / Fotoserie „Staatssicherheit“ / (geb. 1983 in Karlsruhe) absolvierte Fotografie an der Fachhochschule München und an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (MA). Seinen Arbeitsschwerpunkt als Fotokünstler bilden soziopolitische Themen. Er arbeitet als Bildredakteur, zwischen 2015 und 2019 bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und seit 2019 bei Greenpeace e. V. Kastl lebt und arbeitet in Berlin.

Aesthetik der Ueberwachung Ausstellungsplakat
© Kunsthaus Raskolnikow

Partner der Ausstellung

Förderer der Ausstellung

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Diese Maßnahme wurde mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Kunst.off Plattenbau

WBS70 fünfzig Jahre danach
1970–2020

Die Galerie Kunsthaus Raskolnikow in Dresden präsentiert vom 30.10. bis 18.12.2020 die Ausstellung „WBS70 – fünfzig Jahre danach. Kunst.off Plattenbau“.

In der Ausstellung werden Arbeiten von internationalen Künstler*innen präsentiert, die sich mit dem Sujet des industriellen Wohnungsbaus der Ära vor 1990 beschäftigen. Das interdisziplinäre Konzept fördert den Dialog zwischen den Kunstschaffenden aus verschiedenen Ländern und schafft zugleich eine Art Forschungsplattform, auf der die Rezeption des Plattenbaus in der Kunst der ehemaligen Ostblockländer miteinander verglichen wird. Anlass für diese mit einem umfangreichen Rahmenprogramm gekoppelte Ausstellung ist das 50-jährige Jubiläum der meist nur WBS 70 genannten Wohnungsbauserie 70, die das Erscheinungsbild vieler ostdeutscher Wohngebiete und Orte prägt. Denn sie war der am weitesten verbreitete Plattenbautyp der DDR.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog und eine Begleitpublikation „WBS70 fünfzig Jahre danach“. Die öffentliche Präsentation der Publikation ist im Juni 2021 im Zentrum für Baukultur Sachsen geplant.

kunstoff.plattenbau.de > Webseite der Ausstellung

Förderprogramm > revolution.sachsen.de

Ausstellungsprogramm

30.10.2020, 19:00

ERÖFFNUNG HAUPTAUSSTELLUNG

Kunsthaus Raskolnikow, Böhmische Str. 34

 

31.10.2020, 16:00

ERÖFFNUNG INSTALLATION „WOHNMASCHINE 2.0“

von MARTIN MALESCHKA 

 

Plattenbau-Musterwohnung / Dresden-Gorbitz 

Hainbuchenstraße 10

(Führungen jeden Mittwoch um 16 Uhr)

 

31.10.2020, 19:00

VORTRAG, PROF. DR. STEFAN PARUCH (PL)

Vortragsthema: Rezeption des Plattenbaus

in der Gegenwartskunst in Polen“

Kunsthaus Raskolnikow, Böhmische Str. 34

 

13.11.2020, 10:00–17:00

TAGUNG UND BUCHPRÄSENTATION (verschoben auf März 2021)

Tagungsthema: Wohnungsbau im Ostblock

Zentrum für Baukultur Sachsen

Kulturpalast, Eingang Galeriestraße

(Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung

möglich: anmeldung@zfbk.de)

 

3.12.2020, 20:00

ARTIST TALK (verschoben auf März 2021)

Kunsthaus Raskolnikow, Böhmische Str. 34

Künstler*innen

> Zhanna Kadyrova (Kiew, UA) / Fotografie, Installation
> Thomas Baumhekel (Dresden, DE) / Grafik
Maria Kiesner (Warschau, PL) / Malerei
Zuzanna Krynska (Dresden-Warschau, PL) / Video
> Martin Maleschka (Cottbus, DE) / Installation
> Martin Morgenstern (Dresden, DE) / Fotografie
> Stefan Paruch (Warschau, PL) / Installation
Alex Rex (Halle, DE) / Klanginstallation
Christine Starke (Dresden, DE) / Fotografie
Daniela Iva Svobodova (Halle-Prag, CZ) / Installation

Hendrik Voerkel (Leipzig, DE) / Malerei
Kollektiv Zupagrafika / David Navarro, Martyna Sobecka (Posen, ES, PL) / Fotografie, Art & Design

Plakat Kunst.Off Plattenbau
© Kunsthaus Raskolnikow

Partner der Ausstellung

Die Kunstausstellung wurde gefördert durch

Der wissenschaftliche Teil der Ausstellung wurde gefördert durch

Logo Freistaat Sachsen

Phasen

Christine Schlegel
Helge Leiberg

9.9.2020 / 20:00 Raskolnikow: Vernissage
12.9.2020 / 16:00 Schauburg: Masterclass mit Christine Schlegel

Seit Beginn der 1980er Jahre beschäftigten sich Christine Schlegel und Helge Leiberg mit Künstlerbüchern, Kunstzeitschriften, Experimentalfilmen und Musik-Tanz -Performances mittels Malerei. In der Ausstellung „PHASEN“ werden eine kleine Auswahl von Arbeiten aus dieser Schaffensperiode gezeigt. 

CHRISTINE SCHLEGEL 
gehört zu den bedeutendsten Dresdner Künstlerlinnen der Gegenwart. Ihr facettenreiches Euvre spannt einen weiten Bogen von Malerei mit surrealen Korrespondenzen, Installationen, Videoprojektionen bis hin zu experimentellen Filmessays, die performative  und tänzerische Elemente gekonnt verbinden und zugleich abstrahieren.

HELGE LEIBERG
„…es handelt sich um eine serie bilder und auch lithografien, die ich um das jahr 2000 gemacht habe und die sich auf das filmische in meiner kunst beziehen. dh, ich habe diese art bilder phasenbilder genannt, weil sie bewegungsphasen zeigen. jetzt nicht so chronologisch, dass man daraus einen trickfilm machen könnte, es sind eben „nur“ bilder, aber sie erzählen auch etwas und erinnern an gezeichnete phasen für animationen.“

Masterclass mit Christine Schlegel „Bewegte Bilder“ am 12. September 16 Uhr in der Schauburg 
Die Künstlerin präsentiert unter anderem ihren Film “ Rodarquilar-Verbrannte Erde mit einem Haus von Flüssigkeit“ und gibt Einblicke in ihre Schaffensprozesse. 

Moderation: Dr. Claus Löser

Ausstellung Phasen, Christine Schlegel, Helge Leiberg
© Kunsthaus Raskolnikow
Logo Filmfest Dresden

Wiebke Herrmann
Thomas Judisch

Meine hundert besten Freunde

12.6.2020 / 19:00: Vernissage

Laudatio: Adina Rieckmann
Gesangsperformance: „Treta Mominka“
Betreten der Ausstellung in kleineren Gruppen.

MEINE HUNDERT BESTE FREUNDE
Malerei + Installation

Unmittelbar vor der beginnenden Corona-Krise trat die Dresdner Malerin Wiebke Herrmann mit drei Künstlerkolleg*innen eine Reise nach Sizilien an. Durch die Ausweitung der „roten Zone“ in Italien – einen Tag nach ihrer Ankunft – befanden sie sich einerseits in Isolation in einem Ferienhaus auf dem Land, andererseits mussten sie den Urlaub auf wenige Tage verkürzen. Trotz der kurzen Dauer schöpfte Herrmann Ideen aus der Zeit in Süditalien. So entstanden nach der Rückkehr u. a. eine Reihe von Mariendarstellungen. Ihr Erscheinungsbild erinnert an bemalte bis stark geschminkte Wachsfiguren von schönen, sehr realistisch anmutenden und romantisch überhöhten Frauenfiguren – Bella Italia.
Am Ende ist es vielleicht eine Art Bestandsaufnahme und Sammlung des Marienkultes zwischen Schönheit und Weltschmerz, der hier zu sehen ist oder ist es der Prunk einer Villa, in der die Erben das Leben feiern?

Untermauert wird das Szenario durch die Arbeit „Meine hundert besten Freunde“ des Bildhauers Thomas Judisch, der auf Einladung von Herrmann eine neue Installation für die Ausstellung entwickelte: Drei Stehtische mit schneeweißen Hussen überzogen, dazu hundert Sektgläser verteilt im Raum, lassen eine Feier erwarten. Die einzelnen halbleeren bis leeren Gläser wurden mit Fingerabdrücken und Lippenstifträndern versehen, so dass das Auge getäuscht, sie als reale Gläser wahrnimmt. Tatsächlich sind es Sonderanfertigungen – Attrappen aus Wachs. La Dolce Vita!?

Der schöne Zufall, dass das Kunsthaus Raskolnikow e. V. sein 30. Jubiläum feiert, ist ein dankbarer Anlass zu dieser doch sehr eindringlichen Präsentation in dieser ziemlich paradoxen Zeit.

WIEBKE HERRMANN
studierte Malerei in Dresden. Spiegel Online kürte sie 2015 zur besten Nachwuchskünstlerin deutscher Kunsthochschulen. 2018 beendete sie ihr Meisterschülerstudium bei Professor Christian Macketanz, seitdem lebt und arbeitet sie in Dresden.

Web: wiebkeherrmann.de

THOMAS JUDISCH
2019 erhielt er das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. Zahlreiche Ausstellungen seiner Arbeiten fanden in Deutschland und Europa statt. Als Dozent unterrichtet er an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und an der TU Dresden.
Web: thomasjudisch.com

Wiebke Herrmann Like a Prayer, Madonna II
©Wiebke Herrmann, Like a Prayer (Madonna II), Öl auf Leinwand, 2020

Yvonne Most
Heimat, Domizna, Domovina

Yvonne Most untersucht in ihrem fotografischen Werk das Phänomen des Verlustes einer Heimat. Ihre visuelle Analyse führt sie in Deutschland und in der unmittelbaren Nachbarschaft, in Tschechien durch. Für ihre Serien fotografiert sie Menschen, die aus dieser mitteleuropäischen Region stammen und zeigt bekannte Landschaften. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist sie in der Lage, das in letzter Zeit akute Problem der ungewollten Migration und ihre Folgen für die Gesellschaft dem Publikum auf subtile und greifbare Weise zu vermitteln. 

YVONNE MOST
studierte Fotografie bei Sibylle Bergemann an der Ostkreuzschule in Berlin und bei Rudolf Schäfer an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle, wo sie 2012 ihren Master-Titel erwarb. Sie arbeitet als freischaffende Fotografin und Dozentin für Fotografie. 2019 ist zu der Serie „Die Erinnerungen der Anderen“ ein gleichnamiges Buch im Kehrer Verlag erschienen. Das Buch wurde neulich mit dem renommierten Deutschen Fotobuchpreis in Silber prämiert.

Web: dokmost.de

Förderer
> Stiftung für das Sorbische Volk
> Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz 

Partner
> Forum für Zeitgenössische Fotografie 
Dresden e. V.
> Verein zur Pflege der Regionalkultur 
der Mittleren Lausitz e. V.
> Stup Dale e. V.
> Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung 
> Die Veranstaltung findet als Satellitenausstellung des Portraits – Hellerau Photography Awards statt.

@Yvone Most aus der Serie "Es geht nur um Kohle"
©Yvonne Most aus der Serie "Es geht nur um Kohle"

Andrea Myers

Neon Speed

Kooperationsprojekt / Ausstellungsort:
Textil- und Rennsportmuseum
Hohenstein-Ernstthal Antonstraße 6

NEON SPEED
Das Ausstellungsprojekt der amerikanischen Künstlerin Andrea Myers aus Ohio, USA verspricht eine textilkünstlerische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart. Sie war 2018 Stipendiatin des Künstleraustauschprogrammes zwischen Columbus Ohio und dem Freistaat Sachsen. Ihre verwendeten Materialien  sind zum großen Teil technische Textilien. Für das Projekt in unserem Haus haben wir ihr ein Konvolut von technischen Textilien aus unserer Region Westsachsen zur Verfügung gestellt, die sie in ihre textilen Wandobjekte in Patchwork-Art mit einarbeitet. Ein besonderes Kunstwerk entstand hier vor Ort im Museum. Es setzt sich auseinander mit den Ereignissen der Friedlichen Revolution im November 1989. Bilder von der Erstürmung der Berliner Mauer durch DDR Bürger in Jeansbekleidung gingen damals um die ganze Welt. Aus alten Jeanshosen setzt Andrea Myers dieses Szenario in eine textilkünstlerische Aussage um. Die expressive Ausstellungskraft ihrer Textilkunst sowie die Verwendung von technischen Textilien sind ein großartiger Auftakt unseres Ausstellungsprogrammes im Rahmen des Jahres der Industriekultur 2020.

Marina Palm, Museumsleiterin / Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal

ANDREA MYERS 
studierte Faser und Material am Kunstinstitut in Chicago. Ihre Arbeiten wurden in bedeutenden Museen und Kunstgalerien in Nordamerika und Europa ausgestellt. Andrea lebt in Ohio, wo sie als Assistant Professor für Kunst an der Kent State University in Stark, North Canton, Ohio, tätig ist.

Instagram: @andreamyersart
Web: www.andreamyersartist.com

Kooperationspartner
> Greater Columbus Arts Council
> Kent State University in Stark 
> Kulturraum ZwickauKulturraum Zwickau

Förderer:
> Kulturraum Zwickau
> Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Andrea Myers Neon Speed
©Andrea Myers, Neon Speed

Lisa Maria Baier /
Ronald Bal

No-Body and the Piu Piu’s

Lisa Maria Baier, eine Dresdner Künstlerin war als Stipendiatin in Rotterdam, im Gegenzug dazu war der Niederländische Künstler Ronald Bal in Dresden. Beide Künstler arbeiteten in jener Zeit ihres Aufenthaltes an ihren künstlerischen Projekten, deren Arbeitsergebnisse nun für 2 Wochen in der Galerie Raskolnikow präsentiert werden.

LISA MARIA BAIER
beschäftigt sich mit Film und Dokumentation. Ihre Arbeiten stellen Verbindungen zwischen dokumentierter Performance und dem Medium Video dar. 

RONALD BAL
fokussiert sich auf lebendige, linsen basierte Kunst sowie Installationen. Seine Arbeit beschäftigt sich mit der Gefahr und Zerbrechlichkeit in innigen Systemen und Naturereignissen.

Ronald Bal, No-Body and the Piu Piu’a
©Ronald Bal, No-Body and the Piu Piu’s
Lisa Baier, No-Body and the Piu Piu’s
©Lisa Baier, No-Body and the Piu Piu’s

Kooperationspartner
> Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz

Förderer:
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz

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