30. Oktober >> 04. Dezember
Future Ruins
Marí Bohley und Robert Richter
Malerei, Schrift- und Buchkunst
Mit Future Ruins treffen zwei unterschiedliche künstlerische Positionen aufeinander: Marí Bohley und Robert Richter. Ihre Arbeiten begegnen sich im Spannungsfeld zwischen Vergänglichkeit und Veränderung, zwischen dem Bewahren von Spuren und dem Entstehen neuer Bilder. Die Gegenüberstellung lädt dazu ein, Gemeinsamkeiten zu entdecken, Unterschiede auszuhalten und eigene Gedanken weiterzuspinnen.
Marí Bohley, 1973 in Görlitz geboren und in Halle an der Saale aufgewachsen, beschäftigt sich als Schrift- und Buchkünstlerin mit der Ausdruckskraft von Schrift, Papier und Material. Nach ihrem Studium der Kalligrafie und des Buchbindens in London eröffnete sie 1999 ihr eigenes Atelier in Dresden. In ihren Arbeiten verbindet sie traditionelle Handwerkstechniken mit persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Stimmungen. Dabei steht nicht das geschriebene Wort im Vordergrund, sondern vielmehr was zwischen den Zeilen sichtbar und spürbar wird.
Robert Richter, 1985 in Görlitz geboren und seit 2002 in Dresden beheimatet, verbindet Einflüsse aus Graffiti und digitalen Experimenten mit seinen Arbeiten auf Leinwand und im öffentlichen Raum. Seine Kunst beschäftigt sich unter anderem mit dem Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie sowie mit den gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit.
Beide unterschiedlichen Positionen und Herangehensweisen eröffnen einen Blick auf das, was Spuren hinterlässt und sich im Wandel befindet. Während die eine Arbeit mit Schrift, Material und dem Dazwischen neue Bedeutungsräume eröffnet, treffen bei der anderen urbane Bildwelten, digitale Einflüsse und gesellschaftliche Fragen aufeinander.
Future Ruins versteht Ruinen nicht allein als Zeichen des Zerfalls. Sie erzählen auch davon, dass nichts einfach verschwindet: Dinge verändern ihre Bedeutung, Erinnerungen bleiben bestehen und aus Bestehendem kann etwas Neues entstehen. Was heute noch nach Zukunft aussieht, kann morgen bereits Geschichte sein.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, genauer hinzusehen und sich auf die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Künstler einzulassen. Denn vielleicht beginnt Zukunft genau dort, wo wir lernen, mit den Überresten der Vergangenheit anders umzugehen.
Vernissage 30. Oktober 19 Uhr
KünstlerIn Gespräch 25. November 2026 19 Uhr
Gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden sowie der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.
24. Oktober, 15 Uhr
Jürgen Mehlhorn - Einer der Retter der Inneren Neustadt
Geführter städtebaulicher Rundgang durch die Innere Neustadt mit zwei Weggefährten Mehlhorns: Andreas Weise und Steffen Dörfel.
Jürgen Mehlhorn (1952-2016) war ein Dresdner Architekt und Denkmalschützer. Mit seinem Schaffen hatte er großen Anteil an der Wiederherstellung und dem Erhalt der historischen Bausubstanz in der Inneren Neustadt.
Während des Rundgangs besuchen wir Orte wie die Hauptstraße und das Societaetstheater, an denen man sein Wirken besonders gut aufzeigen kann. Gespickt mit der ein oder anderen Anekdote bringen uns Weise und Dörfel Mehlhorns Wirken näher.
Treffpunkt: 15 Uhr vor dem Kügelgenhaus (Haus der Romantik), Hauptstraße 13
kostenfrei
Anmeldung unter: galerie@raskolnikow.de